Durch Zufall...

...habe ich bei einem ungeplanten Klick mit meinem neuen Touchpad die Blog-Funktion meines Webseiten-Programms entdeckt. :-)

 

Ich kann von mir sagen, dass mir oft ganz wunderbare Dinge rein zufällig passieren.

Als ich in New Jersey in einem wahllosen kleinen Diner mal mein Mittagessen allein und in Stille genießen wollte, sprach mich ein alter Herr an und begann, mir aus seinem Leben zu erzählen.

Es stellte sich heraus, dass er der letzte Überlebende der "Monuments Men" war. Zu seiner Geschichte war ein Buch herausgekommen und einige Jahre später wurde die Geschichte sogar verfilmt. Noch immer fasziniert mich, wie dieser Zufall mich immer noch Jahre später zum Schmunzeln bringt und ich frage mich, wie dieser Mann darauf kam, ausgerechnet mich anzusprechen, wo ich doch eigentlich allein mein Essen genießen wollte.

 

Doch sind Zufälle wirklich so zufällig? Oder kann man den Zufällen irgendwie die Tür öffnen?

Ich bin davon überzeugt, dass es für Zufälle 3 Komponenten braucht:

 

1.) Die richtige Zeit

 

2.) Den richtigen Ort

 

3.) Offenheit

 

Die richtige Zeit und den richtigen Ort kann man selten vorher wissen. :-) Ich wußte ja nicht mal, dass der Button zur Blog-Funktion da ist, wo er ist. ;-) Oder dass der letzte lebende Monuments Men im gleichen Diner ißt wie ich. :-)

Doch was man tatsächlich üben kann, ist die Offenheit, mit der man in die Welt blickt. Man kann die Dinge, die einem geschehen, aus einer offenen und neugierigen Perspektive betrachten und das Positive sehen, was darin liegt. Nach der Chance suchen, die ein Ereignis für uns hat.

Das ist meist recht einfach bei "guten Dingen", z.B. bei einem Blog-Knopf, den man aus Versehen drückt, ohne dass man wußte, dass er da ist. :-)

 

 

Bei schwierigen oder traurigen Dingen fällt es uns meist recht schwer, sie anzunehmen, geschweige denn etwas Positives darin zu entdecken. Es gibt sogar viele Dinge, die erstmal alles andere als "gut" wirken, und ihr Potenzial erst im Nachhinein entfalten, wie z.B. eine betriebsbedingte Kündigung, die dazu führt, dass man die eigene beruflichen Perspektiven ganz neu für sich entdecken kann. Oder eine Krankheit oder ein Symptom, durch die man seinen Körper besser kennenlernen kann und besser auf sich achten kann. Oder ein Todesfall, der verstrittene Familienmitglieder wieder zusammenbringt.

 

In allen Dingen kann etwas "Gutes" liegen, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen.

In allen Dingen kann man nach der verborgenen Schönheit suchen.

 

Und das kann man trainieren?

 

Ich meine ja. Man kann seinen Blick auf die Welt, seine Perspektive, aus der man alles Neue, Unerwartete betrachtet, üben und schärfen. Man kann lernen, sich nicht als Opfer von Ereignissen zu sehen, sondern das Beste daraus machen und so seine Zukunft in die Hand nehmen.

 

Meditation ist bekannt dafür, diesen Effekt zu haben. Man kann beim Meditieren eine gewisse Gelassenheit üben, die einem hilft, die Dinge so anzunehmen, wie sie sind. Wobei es hierbei vor allem darum geht, die Dinge, die wir *nicht ändern können*, so anzunehmen, wie sie sind. Es geht natürlich nicht darum, *alles* hinzunehmen.

Und dann?

 

Dann hat man die Möglichkeit, die Chance, die sich bietet, zu nutzen.

So wie ich, seit ich aus Versehen auf den Blog-Knopf gekommen bin, überlege, was das für mich bedeuten kann und wie ich das für mich nutzen kann. Und ich bin gespannt auf die Möglichkeit...

 

Und Sie?

 

Zufällig hier auf meiner Webseite gelandet?

Oder hat Sie heute schon ein anderer Zufall überrascht, den Sie nun für sich nutzen können?

 

Bleiben Sie achtsam und schauen Sie mit offenen Augen in die Welt. Es lohnt sich.

 

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Geh in Dich... und öffne Dich für die verborgene Schönheit in allem.

 

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